Wo es warm rauskommt
Runxendorf ist eine Stadt an der Runxe. Die Stadt liegt im Süden Deutschlands.
Die Anzahl der Einwohner liegt bei 98.000 Einwohnern.
Knapp an der Großstadt vorbeigeschrammt. Der Oberbürgermeister ist Mario Lemger, glühender Sozialist und glühender Kapitalisten-Freund.
Die Tageszeitung ist die „Runxendorfer Zeitung“. Der Chefredakteur heißt Detlef Maria Rotter. Die Anzeigen-Wochenblättle nennt sich „Runxener Stimme“. Verleger beider Blätter ist Götz Baringer.
Chefredakteur Detlef Maria Rotter: „Wir leben in Runxendorf in einer Konsensgesellschaft - und wer da rausfällt, der kriegt von unserer Zeitung Böses was über die Mütze.“
Paul Schwurbel, der Runxendorfer Philosoph:
“Die Demokratie beruht auf drei Prinzipien: auf der Freiheit des Gewissens, auf der Freiheit der Rede und auf der Klugheit, keine der beiden in Anspruch zu nehmen.”
Insofern - eine kleine Stadt in der Provinz.
Religiös war die Stadt stark von der Reformation geprägt, vor allem von Martin Luther, einer der intensiven Judenhasser Deutschlands.
Das hat die Stadt geprägt. Von 1495 ebis 1830 durften Juden in Runxendorf weder wohnen noch arbeiten.
Die heutigen Protestanten sprechen nicht gern darüber - 335 Jahre gepflegten Judenhass zu pflegen, das ist schon eine inhumane Leistung - bzw. eine evangelische Tradition. Die lange über 1945 andauerte.
Der alte Grundsatz in Runxendorf lautet: Der Kluge weiß immer, wo es warm rauskommt - und bei den Mächtigen ist es immer warm und gemütlich.
Heute halten die Protestanten bzw. die Katholiken jeweils ein Drittel in der Bevölkerung. Moslems liegen bei 10.000 Einwohnern. Juden gibt es 80.
1877 wird die Synagoge eingeweiht - und 1938 von den Nationalsozialisten und ihrer Freunden zerstört, weil in Paris ein schwuler 17jähriger Pole einen schwulen und deutschen Diplomat erschossen hatte.
Sein Motiv: der junge Pole protestiert gegen die Juden-Verfolgung in Deutschland - seit die Nazis die Regierung übernommen hatten.
Die Politik ist heute von „liberaler Wurschdigkeid“ durchtränkt. Dazu wird ein Viertele Wein getrunken - bei den Wein-Festen wird gesoffen, das die Schwarte kracht. . Oder auch ein Wässerle.
Wie es halt grad kommt. JDU
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