Sonntag, 30. April 2023

30.04.2023, Sonntag - Konservativ

National?

„Die AfD gewinnt an Stärke - Der Aufstieg der Radikalen“ (STZ)

Nationale und konservative Parteien in Europa sind erfolgreich - wie in Italien, Frankreich, Skandinavien, Benelux-Ländern, Polen - das ist ok, wenn überhaupt - ist das ein Politik-Fehler der christlichen und anderen Alt-Parteien …

Das ist in einer westlichen Demokratie normal …

Weimar ist das Versagen der demokratischen Parteien - vor allem Sozi und Zentrum und deutschnationale Partei …

Und das grandiose Versagen der kapitalistischen Wirtschaftspolitik in den westlichen Demokratien …

„Hitler“ wurde 1919 in Versailles geboren …

Ein weniger differenzierter Denken wäre heute eigentlich notwendig …

Für mich ist die AFD eine rechte, konservative, nationale, friedensliebende Partei … Und dazu sehr demokratisch … im Gegensatz zu den Ampel-Parteien …

Die Welt war immer größer als nur Deutschland. Ob nun 1871 bis 1918 - oder 1933 bis 1945… viele Deutsche wissen das nicht - denken nur von Deutschland aus …

„Hitler“ und seine Nazis sind ein Produkt eines deutsch-kranken Nationalismus, eines perversen Preußens und einer deutschen Romantik …

Übrigens - der mörderische Kolonialzeit und sein Rassismus in den USA, Frankreich, Großbritannien ist trotz „bürgerlichen Demokratie“ immer noch vorhanden - eine Politik, die heute noch im Westen beherrscht…

Ich habe bei den Jungsozialisten in den siebziger Jahren den Hang zur Diktatur erlebt … dieser Hang zur Stamokap-Politik …und den ständigen und brüderlichen Hang zu Ostberlin und den ständigen Freundschaft-Besuchen der Jusos in die DDR …

Die Linken und Sozialisten in den Sozis sind immer noch nationalistisch-kommunistisch verseucht … Mit einem starken Drang zur Diktatur … JDU

Samstag, 29. April 2023

28.04.2023, Freitag - Öko-Terroristen

Grünliche Kultur

Mir sind momentan viktorianische Gouvernanten in Deutschland unterwegs.

Gute Menschen, die eine strengere Moral predigen - und damit den Menschen in den Kolonien eine neue Lebensgefühl und höhere Kultur bringen.

Das Ergebnis war Mord und Zerstörung fremder Kulturen als Erziehung. Mit den Hintergrund: Ausbeutung diese Länder in Asien, Afrika, etc.

Mit diesem Geist wird der grünlichen Öko-Faschismus gepredigt - nach dem Motto: am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Der grüne Kolonialisten-Ideologie: Es ist mehr als anmaßend, wie die deutsche Außenministerin und der deutsche Wirtschaftsminister der ganzen Welt erklären, wie man zu leben hat. 

 Diese grünlichen Zwerge erreichen damit, dass Deutschland weltweit isoliert werde. Die Welt will nicht am deutschen Wesen genesen - wahrlich nicht. Die Grünen und ihre radikalen Klimabewegung riechen jetzt schon stark nach Nazi-Ideologie - und ihre terroristische Öko-Jugend nach SA. Ganz in der Tradition der deutschen Diktaturen.

JDU

29.04.2023, Samstag - Film/TV/Internet

Star-Industrie

Schauspieler/innen sind meistens Dressmen/Mannequins der Literatur - vor allem der Dramen-Literatur.

Seit Film und TV wurde daraus eine Industrie.

Und der Star-Fabriken (die in Hollywood von Konzernen gemanagt wurden) dringt diese schau-spielenden Männer und Frauen der Film/TV/Internet-Welt oftmals zur Porno-Industrie… wie einst die Gladiatoren im Circus des römischen Reichs.

Aber diese Sphäre war eigentlich immer gleichbleibend so - Schauspieler, Sänger oder Tänzer hatten in der Antik, im Mittelalter, in der Renaissance, im Absolutismus oder beim Bürgertum einer Hang zur Prostitution - oder sie lebten reich und glücklich als Mätressen. JDU

Donnerstag, 27. April 2023

27.04.2023, Donnerstag - Attentate

BILD: "Attentat auf Kreml-Diktator scheitert knapp - 17 Kilo Sprengstoff sollten Putin töten"

Das ist ein widerlicher und völkisch-nationalistischer Krieg zweier ehemaliger Sowjetunion-Länder. Keine Demokratien... wahrlich ...

DEMNÄCHST bei Bild: "Attentat auf den Komiker-Präsident der Ukraine scheitert knapp - 17 Kilo Sprengstoff sollten Selenskyj töten" 

JDU

Mittwoch, 26. April 2023

26.04.2023, Mittwoch - Verseucht

Verseuchte Politik

Soso …der AFD-Nachwuchs ist rechtsextrem … die linksextreme Linken-Jugend wird vom Verfassungsschutz (???) beobachtet - oder wie … und die links-öko-extremistische Grünen-Jugend wird auch vom Verfassungsschutz (???) beobachtet - sind diese Öko-Sozialisten etwa kriminell (?) …

Ich sage ganz deutlich … wenn der deutsche Verfassungsschutz seine Agenten in die rechts- oder linksextreme Gruppen einschleust… dann werden diese Gruppen richtig extremistisch, radikaler und terroristischer … durch diese radikalen V-Spione und V-Agenten haben ein Ziel: ihre Gegner sollen kriminell werden …

Das haben wir schon bei NPD, Republikaner erlebt - und jetzt bei der AFD … das wollen die Neo-Blockparteien in Deutschland … keine konservative, rechte und nationale Parteien in Deutschland soll es geben …

Aber …

Zur traditionellen Demokratie gehören konservative, nationale und rechte Parteien (wie liberale, kommunistische und sozialistische) - wie in USA, Großbritannien, Frankreich. … sowie in Italien, Skandinavien oder Benelux- Ländern.

In Deutschland herrscht momentan ein grünlich-sozialistischer Politik-Atmosphäre… wie ein Drang zur (Öko-)Diktatur - wie einst in DDR und im deutsches Reich.

Kein vernünftiger und politisch-denkender Mensch würde sich in diese Sphäre deshalb einer deutschen Partei beitreten oder unterstützen, das von extrem-terroristischen Verfassungsschutz-Agenten verseucht ist.

Wer sind diese komischen Spione und Agenten? Leute, die schmieriges Geld benötigen, um seine zweiten Eigentumswohnung? Sind es Journalisten, Professoren, Pfarrer, Studenten, Sportler … wie einst bei der Stasi und der Gestapo???

JDU

 

 

 

Verseuchte Politik

Soso …der AFD-Nachwuchs ist rechtsextrem … die linksextreme Linken-Jugend wird vom Verfassungsschutz (???) beobachtet - oder wie … und die links-öko-extremistische Grünen-Jugend wird auch vom Verfassungsschutz (???) beobachtet - sind diese Öko-Sozialisten etwa kriminell (?) …

Ich sage ganz deutlich … wenn der deutsche Verfassungsschutz seine Agenten in die rechts- oder linksextreme Gruppen einschleust… dann werden diese Gruppen richtig extremistisch, radikaler und terroristischer … durch diese radikalen V-Spione und V-Agenten haben ein Ziel: ihre Gegner sollen kriminell werden …

Das haben wir schon bei NPD, Republikaner erlebt - und jetzt bei der AFD … das wollen die Neo-Blockparteien in Deutschland … keine konservative, rechte und nationale Parteien in Deutschland soll es geben …

Aber …

Zur traditionellen Demokratie gehören konservative, nationale und rechte Parteien (wie liberale, kommunistische und sozialistische) - wie in USA, Großbritannien, Frankreich. … sowie in Italien, Skandinavien oder Benelux- Ländern.

In Deutschland herrscht momentan ein grünlich-sozialistischer Politik-Atmosphäre… wie ein Drang zur (Öko-)Diktatur - wie einst in DDR und im deutsches Reich.

Kein vernünftiger und politisch-denkender Mensch würde sich in diese Sphäre deshalb einer deutschen Partei beitreten oder unterstützen, das von extrem-terroristischen Verfassungsschutz-Agenten verseucht ist.

Wer sind diese komischen Spione und Agenten? Leute, die schmieriges Geld benötigen, um seine zweiten Eigentumswohnung? Sind es Journalisten, Professoren, Pfarrer, Studenten, Sportler … wie einst bei der Stasi und der Gestapo???

Die Tradition aus den zwei deutschen Diktaturen (braun und rot) ist im Denken und Handeln sehr wach … vor allem in Staat und Neo-Blockparteien.

JDU

 

Verseuchte Politik

Soso …der AFD-Nachwuchs ist rechtsextrem … die linksextreme Linken-Jugend wird vom Verfassungsschutz (???) beobachtet - oder wie … und die links-öko-extremistische Grünen-Jugend wird auch vom Verfassungsschutz (???) beobachtet - sind diese Öko-Sozialisten etwa kriminell (?) …

Ich sage ganz deutlich … wenn der deutsche Verfassungsschutz seine Agenten in die rechts- oder linksextreme Gruppen einschleust… dann werden diese Gruppen richtig extremistisch, radikaler und terroristischer … durch diese radikalen V-Spione und V-Agenten haben ein Ziel: ihre Gegner sollen kriminell werden …

Das haben wir schon bei NPD, Republikaner erlebt - und jetzt bei der AFD … das wollen die Neo-Blockparteien in Deutschland … keine konservative, rechte und nationale Parteien in Deutschland soll es geben …

Aber …

Zur traditionellen Demokratie gehören konservative, nationale und rechte Parteien (wie liberale, kommunistische und sozialistische) - wie in USA, Großbritannien, Frankreich. … sowie in Italien, Skandinavien oder Benelux- Ländern.

In Deutschland herrscht momentan ein grünlich-sozialistischer Politik-Atmosphäre… wie ein Drang zur (Öko-)Diktatur - wie einst in DDR und im deutsches Reich.

Kein vernünftiger und politisch-denkender Mensch würde sich in diese Sphäre deshalb einer deutschen Partei beitreten oder unterstützen, das von extrem-terroristischen Verfassungsschutz-Agenten verseucht ist.

Wer sind diese komischen Spione und Agenten? Leute, die schmieriges Geld benötigen, um seine zweiten Eigentumswohnung? Sind es Journalisten, Professoren, Pfarrer, Studenten, Sportler … wie einst bei der Stasi und der Gestapo???

Die Tradition aus den zwei deutschen Diktaturen (braun und rot) ist im Denken und Handeln sehr wach … vor allem in Staat und Neo-Blockparteien.

JDU

 

Dienstag, 25. April 2023

25.04.2023, Dienstag - Wirtschaftskrieg

Sahra Wagenknecht

Noch immer leiden die Haushalte in Deutschland unter den hohen Preisen und Energierechnungen, da beschließt die Ampel die nächste Maßnahme, die vor allem die Mittelschicht und die Ärmeren treffen, große Unsicherheiten für Millionen Hausbesitzer und soziale Härten für viele Mieter bedeuten wird: neue Öl- und Gasheizungen sollen verboten und die Bürger zur Umrüstung gezwungen werden. Koste es, was es wolle? Zwar soll der Einbau neuer Heizungen mit bis zu 50 Prozent der Kosten gefördert werden. Doch wer zahlt die andere Hälfte? Und wer trägt die Kosten, die parallel zu einer Umrüstung auf Wärmepumpen in einem normalen Einfamilienhaus entstehen - für Dämmung und massiv steigende Stromkosten? Wie lässt sich ein Anstieg der Mieten vermeiden? Darauf gibt der Gesetzentwurf, den das Kabinett gestern beschlossen hat, keine Antwort. Und wie sinnvoll ist es eigentlich, wenn die Leute ihre Gastherme herausreißen, um ihr Haus fortan mit einer durch Kohlestrom betriebenen Wärmepumpe zu beheizen? Deshalb: Schluss mit Habecks Plänen, die höchstens in der Berliner Blase Applaus bekommen! Statt immer neuer Belastungen und fragwürdiger Öko-Experimente braucht es endlich spürbare soziale Entlastungen und ein Ende des sinnlosen Wirtschaftskrieges!

 

24.04.202, Montag - Verfolgung

WELT - „Homosexuellen-Verfolgung
„Queere“ Opfer des Nationalsozialismus? „Aus historischer Perspektive ist das Quatsch“
 
Historiker Alexander Zinn erklärt die ideologischen Wurzeln der Homosexuellen-Verfolgung im Nationalsozialismus. Sie sei Himmlers persönliches „Lieblingsthema“ gewesen. Er rügt, dass historische Fakten heute zugunsten einer queeren und identitätspolitischen Gedenkkultur verbogen würden. …“
 
1933 bis 1969 - Verfolgung der Schwulen (nicht der Lesben) in Deutschland …
1933 bis 1989 Verfolgung der Schwulen in der Sowjetunion …
Schwule Verfolgung in den USA in den Staaten bis 1962 / bis 2003 …
oder in Großbritannien bis 1982 …
Freiheit im Westen ????

 

23.04.2023, Sonntag - Noch wach

FAZ_ STUCKRAD-BARRES „NOCH WACH?“ - Der "Skandal" bei Springer in Roman  - Die deutschen linken Medien blamieren sich mal wieder (siehe auch Hitler-Tagebücher, Spiegel-Fälscher Claas Relotius oder der Ibiza-Kriminelle bei Süddeutsche/Spiegel

 

STUCKRAD-BARRES „NOCH WACH?“


Das ist Springer, zu 100 Prozent

Von Michael Hanfeld
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.04.2023, 18:03


Das Buch „Noch wach?“ von Benjamin von Stuckrad-Barre wurde als Schlüsselroman erwartet. Es hält, was es verspricht.

Benjamin von Stuckrad-Barre hat ein Buch geschrieben. Das Sittengemälde „Noch wach?“, das er vorlegt, nennt sich Roman und ist aus der Perspektive eines namenlosen Erzählers verfasst. Es geht um einen namenlosen Fernsehsender, dessen namenlosen Oberboss – den der Erzähler den „Freund“ nennt –, den ebenfalls nicht beim Namen genannten sexuell übergriffigen, machtgeil-rechtsverdrehten Chefredakteur dieses Senders und um dessen Opfer.

Klingt nach reiner Fiktion. Ist es aber nicht. Der wahre Handlungsort und die Originalbesetzung dieses Stücks erscheinen uns klar: Springer-Verlag, „Bild“-Zeitung, Mathias Döpfner, Julian Reichelt und Benjamin von Stuckrad-Barre himself.

Wer könnte der Ich-Erzähler wohl sein?

Denn wer anders als er selbst könnte der Ich-Erzähler sein, der da am Pool des Hotels Chateau Marmont in Los Angeles liegt? Wo er eine von dem Chefredakteur des Trashsenders be­drängte junge Frau aus Deutschland und Rose McGowan kennenlernt? Jene Schauspielerin, die mit ihrem Mut, auszusagen, den Weinstein-Skandal losgetreten und MeToo in Gang gesetzt hat. Monica Lewinsky, sagt sie ihm, sei „patient zero“ gewesen – das erste Opfer. Für sie selbst sei es ja „leichter“, sagt sie zynisch, schließlich sei sie vergewaltigt worden und habe Beweise: „Bald brennt dann ganz Hollywood. Oder ich. Höchstwahrscheinlich beides.“

Dem Ich-Erzähler schenkt Rose McGowan daraufhin die Biographie der vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton bedrängten Lewinsky und schreibt ein Schlusswort hinein: „Wenn sie sich dir anvertrauen – sei kein Arschloch. Hör ihnen zu. Such nach anderen. Hör ihnen zu. Und dann setz dich für sie ein. Die Belohnung wird groß sein: Ihr werdet keine Jobs mehr kriegen, ihr werdet mit Schmutz beworfen, man wird euch als Lügner darstellen. Wird lustig. Bist du bereit? Oder bist du ein Arschloch? Deine Entscheidung. PS: Und vielleicht solltet ihr dann noch erwähnen, dass ihr mich kennt – dann kommt ihr direkt in den Knast.“

Die Läuterung des Helden beginnt

Damit beginnt die Läuterung des – ge­brochenen – Helden wider Willen, als den sich der Erzähler präsentiert. Nur zu Beginn wechselt er die Perspektive und versetzt sich in die Lage der jungen Frauen, die bei dem Fernsehsender an­fangen und von dem mächtigen Chefredakteur umgarnt werden, der junge Mitarbeiterinnen scheinbar fördert, vor allem aber hofiert, bis sie seinem Werben nachgeben und er sie danach wegwirft.

Beruflich ist dieser Chefredakteur ein aufgeblasener, lächerlicher Macho und Großkotz, im eigenen Haus nennen sie ihn „Tucker Carlson für geistig noch Ärmere“. Die Schlagzeilen können ihm gar nicht brutal genug formuliert sein. Der Konzernchef wiederum ist eigentlich ein Frei- und Feingeist, der sich mit den medialen Abscheulichkeiten, auf de­nen sein Umsatz beruht, so wenig be­schäftigt, wie er sich in den digitalen Dingen, in die er viel Geld stecken und mit denen er zum weltweiten Spieler werden will, auskennt. Hin- und hergerissen ist dieser Mann – der „Freund“ –, zwischen dem diabolischen Chefredakteur und dem Erzähler, in einer Aus­einandersetzung zwischen – diese Fallhöhe maßt „Noch wach?“ sich durchaus an – Gut und Böse.

Das vollzieht sich in Episoden, die Beobachtern des Springer-Konzerns allzu bekannt vorkommen. Es ist gewissermaßen die Quersumme der Presseartikel, die über Springer in den vergangenen beiden Jahren erschienen sind. Da hat jemand all die Zeit ganz genau Buch geführt, sich Notizen gemacht, und jetzt packt er aus. Ross und Reiter nennt er nicht, doch ist die Camouflage so ge­wollt dünn, dass die Zusicherung, die zu Beginn des Buches steht, als miserable Pointe erscheint und bei jemandem wie Stuckrad-Barre, der auf Pointen so versessen ist, besonders auffällt.

Dieser Roman“, heißt es da, „ist in Teilen inspiriert von verschiedenen realen Ereignissen, er ist jedoch eine hiervon losgelöste und unabhängige fiktionale Geschichte. Daher erhebt der Roman keinen An­spruch, Geschehnisse und Personen und ihre beruflichen und privaten Handlungen authentisch wiederzugeben. Vielmehr hat der Autor ein völlig eigenständiges neues Werk geschaffen.“

Eigenständiges neues Werk?

In Teilen inspiriert? Eigenständiges neues Werk? Das wollen wir dem Autor nur in der Hinsicht durchgehen lassen, als er und sein Verlag sich so rechtlich absichern. Könnten Mathias Döpfner oder Julian Reichelt gegen ein Buch vorgehen, in dem sie namentlich nicht ge­nannt werden, von dem man aber weiß, dass jede Seite von ihnen handelt? Jede geschilderte Szene, jede Unterhaltung, jeder Chat? Die Unterstellung dieser 379 Seiten ist: So und nicht anders ist es gewesen. So wird es nicht gesagt, ist aber so gemeint und wird auch so verstanden werden.

Springer kommt in Stuckrad-Barres Buch an einigen Stellen sogar vor. Allerdings nur in Spiegelungen. Etwa im Gespräch, das der Erzähler und sein „Freund“ bei einer Autofahrt von Los Angeles nach San Francisco führen. Da berichtet der Erzähler dem Konzernchef, dessen Jugend- und Hippnesswahn ihn amüsiert, die Geschichte eines früheren „Bild“-Chefredakteurs. Der habe beim Nacktbaden am See eine Mitarbeiterin sexuell bedrängt. Bei der Vertuschung der Angelegenheit habe ihm sein Nachfolger geholfen und sich dadurch im Konzern offenbar endgültig für höhere Aufgaben empfohlen. Ob er da­von gehört habe? Schlimme Geschichte, meint der „Freund“, so richtig sei das wohl nie geklärt worden. Als Leser indes erinnert man sich an dieser Stelle nicht von ungefähr an eine Anzeige gegen den damaligen „Bild“-Chef Kai Diekmann, deren Eingang die Staatsanwaltschaft Potsdam im Januar 2017 bestätigte. Der Vorwurf sexueller Belästigung wurde im Verlag und von der Justiz geprüft und für nicht bestätigt befunden. Wenig später zog sich Diekmann als „Bild“-Chef zurück. Im August 2017 hieß es von der Staatsanwaltschaft dann endgültig: kein hinreichender Tatverdacht.

Kaum ist die Episode mit scheinbarer Distanzierung geschildert, hält der Erzähler seinem „Freund“ die Chats des Chefredakteurs in seinem eigenen Konzern vor: „Ich meine, um 04:31 Uhr wird zurückgeschossen in Form von Informationen darüber, dass man nicht schon, sondern noch wach ist? Gefolgt natürlich von diesen drei elenden Doppeldeutigkeitspunkten, ‚Noch – PunktPunktPunkt‘, diesem satzzeichengewordenen schwülen Augenzwinkernebel. Das ist doch unangenehm.“

Alles bekannt, nichts überraschend

So eng an der vermeintlichen Realität ist alles, wovon Stuck­rad-Barre schreibt. Es kommt einem bekannt vor, nichts ist überraschend. Nicht das Gehabe des Konzernchefs, nicht das Gebaren des Chefredakteurs, nicht die Vorwürfe, die zahlreiche Frauen gegen diesen er­heben, nicht die Compliance-Unter­suchung, die damit endet, dass dem Beschuldigten nichts Strafwürdiges und nichts nachgewiesen werden kann, was seine Entlassung rechtfertigte.

„Grauzone“, „Er sagt / Sie sagen (besser nichts)“, „Angstfreie Speak-up-Kultur“ und „Verdachtsberichterstattung“ sind die Kapitel im Buch überschrieben, in denen es um die Verarbeitung der MeToo- und Machtmissbrauchsvorwürfe geht. Sie passen eins zu eins zu dem, was in nicht fiktionalisierter Form über die Causa Reichelt und Springer berichtet wurde, auch in den letzten Tagen: anonyme Hinweisgeberinnen, ein Com­pliance-Verfahren, das nicht zum Rauswurf führte, dann doch im Herbst 2021 die Entlassung, weil Reichelt angeblich eine machtmissbräuchliche Beziehung geführt und den Vorstand belogen hatte, vergebliche Widerrede des Betroffenen, der sich bis heute unschuldig verfolgt sieht (F.A.Z. vom 18. April).

In seinem „Roman“ erzählt Stuckrad-Barre mit zunehmender Wut von einem solchen Komplex, an dessen Ende eben nicht die vollständige Aufklärung und eine neue Unternehmenskultur stehen, sondern sich die Opfer in derselben Si­tuation befinden wie zu Beginn. Womit der Autor Stuckrad-Barre in der Person des Erzählers uns auch die Begründung für dieses Buch unterjubelt: Seht her, ich konnte nicht anders, all mein Streben, meinen großen „Freund“ davon zu überzeugen, ein großes Unrecht zu beenden, hat zu nichts geführt. Auf Seite 357 ist aus dem „Freund“, mit dem ihn einst eine regelrechte Liebe verband, ein „Ex-Freund“ geworden.

Für reine Fiktion halten wir indes, was Stuckrad-Barre inmitten des von ihm mit „Zeit“, „Spiegel“, ARD und sonstigen Prominenten mitbefeuerten Publikationsinfernos im „Spiegel“ über sein Buch sagt. „Schlüsselroman? Auf gar keinen Fall. Was ist das auch für ein unangenehmes Wort, was soll das überhaupt bedeuten?“, fragt er da. „Ich würde niemals ein Buch über diesen Mann schreiben“, sagt er und meint Julian Reichelt, dessen Namen er nicht aussprechen will. „Das gesamte Personal dieses Romans“ sei „ anhand der Wirklichkeit frei erfunden“, sagt Stuck­rad-Barre. „Auch das ,Ich‘ des Buches, das bin ja nicht ich, auch wenn wir uns gut kennen. Und die wichtigste Figur ist ohnehin keiner dieser Typen, sondern die ebenfalls fiktive Heldin Sophia.“

Diese Sophia kennen wir leider nicht. Aber die anderen Figuren in diesem „Roman“, die kommen uns doch sehr bekannt vor.

Quelle: FAZ

31.12.2023, Sonntag - Kirchen und Magen

Kirchen und Magen Mafiöse Strukturen in den deutschen Kirchen? … Brave Christen vererben immer schon ihre Häuser, Eigentumswohnungen, Grun...